Karin Burgers Leserbrief „Zustimmung bei 9 Grad Zimmertemperatur“

Am Wochenende traf bei der wahren Doggennetz-Redaktion eine Email ein, deren Inhalt mit einem nicht mehr veröffentlichten Leserbrief von Frau Karin Burger, an die Frankfurter Rundschau gespickt war.

Den Wahrheitsgehalt dieses Leserbriefes lässt sich leider nicht mehr feststellen.

Dennoch haben wir uns entschlossen diesen Leserbrief zu veröffentlichen, da Frau Karin Burger mehrmals auch in Ihrem Blog ihre desolate finanzielle Lage persönlich geschildert hatte.

Nach Aussage des Zusenders, wurde dieser Lesebrief auf Drängen des Anwalts von Frau Karin Burger wieder gelöscht.

Der Leserbrief bezieht sich auf den Artikel „Lehren an der Armutsgrenze“ erschienen am 17.02.2009 in der Frankfurter Rundschau, nachzulesen unter http://www.fr-online.de/rhein-main/volkshochschule-lehren-an-der-armutsgrenze,1472796,3368118.html

Auf diesen Artikel schrieb Frau Karin Burger folgenden Leserbrief und bat inständig um deren Veröffentlichung.

Ihr Artikel Lehren an der Armutsgrenze vom 17.02.2009

LESERBRIEF

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Ihrem o. g. Artikel, erschienen im Lokalteil der FR, bitte ich Sie,

folgenden Leserbrief abzudrucken:

Zustimmung bei 9 Grad Zimmertemperatur

Was im Lokalteil der FR über die existenzielle Situation der Dozenten an der Frankfurter Volkshochschule berichtet wird, ist bundesweite Realität für den gesamten nichtstaatlichen Bildungssektor. Und für die Dozenten in diesem Bereich geht es inzwischen ums nackte Überleben. Ich schreibe diesen Leserbrief bei einer Zimmertemperatur von 9 Grad (okay: plus; Gründe siehe unten).

Ich bin Linguistin M. A. und Dozentin an diversen Volkshochschulen und privatwirtschaftlichen Sprachinstituten. Von den Honoraren in Frankfurt kann man in der Provinz nur träumen: 12 Euro pro Unterrichtseinheit für Integrationskurse, das ist bei uns die Realität. Eine Volkshochschule in unserer Region hat die Honorare im vergangenen Herbst gerade von 17,40 auf 19,00 Euro erhöht. Bei einem bundesweit vertretenen privaten Institut, das sich die Förderung von Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche auf die Fahnen geschrieben hat, unterrichte ich seit 5 Jahren als Selbstständige für sage und schreibe € 11,25 bzw. seit September 2008 für € 11,50 pro Unterrichtseinheit! Ohne jede soziale Absicherung: kein Geld bei Krankheit, Urlaub etc. Sozialversicherungen etc. sind selbst zu tragen.

Über die allgemeine existenzielle Situation der Honorardozenten informiert deren Interessensvertretung Aktion Butterbrot sowie die Gewerkschaften. Ich berichte den Lesern der FR einfach mal persönlich: ich lebe seit Jahren mit meiner Dozenten- und Pädagogen Tätigkeit unter der Armutsgrenze und bewege mich imÜbergangsbereich zur wohnlichen und persönlichen Verwahrlosung. Eine meiner Sehschwäche angemessene Brille kann ich mir seit 5 Jahren nicht leisten; die alte hält mit Pattex und Tesa. Ohne die Unterstützung von Freunden und Bekannten kann ich Weihnachts- und Sommerferien inzwischen nicht mehr überstehen. Die Mehrzahl meiner Haushaltsgeräte sind aufgrund ihres Alters defekt und können nicht ersetzt werden. Kleidung kriege ich nur noch second-hand geschenkt. Seit 3 Tagen ist mein Gastank leer – und ich habe kein Geld, um neues zu bestellen. Außentemperatur heute Morgen hier am Rande der Schwäbischen Alb: – 18 Grad!

Ach ja: ein Buch darüber mit Extrakapitel zur Situation der Honorardozenten habe ich auch schon geschrieben: „Armutszeugnis – Ratgeber in Armutsfragen“. Aber wer ein Buch mit der Zielgruppe Arme schreibt, muss sich nicht wundern, wenn es sich schlecht verkauft.

Karin Burger

88605 Sauldorf

Zugesendet Anonym durch einen Whistleblower

Schauen wir uns diesen Leserbrief einmal etwas genauer an.

Allein schon die Überschrift deutet daraufhin, dass Frau Karin Burger in irgendeiner Form schon damals in den Jahren 2005-2008 ein finanzielles Problem hatte.

In dieser Zeit schafte sich Frau Karin Burger auch noch mehrere Doggen an. Kaum vorzustellen wie und mit was sie diese großen Hunde versorgen wollte, wenn sie nicht einmal für sich selbst sorgen kann.

Deutschland ist ein Sozialstaat. Wer Hilfe möchte wird diese auch gegen Auflagen erhalten. Deswegen glaube ich nicht, dass es Notwendig gewesen wäre, dass Frau Karin Burger bei 9° C Zimmertemperatur, mit ihren drei Doggen hätte leben müssen.

Allein die Äußerung, „im gesamten nichtstaatlichen Bildungssektor geht es für Dozenten mittlerweile um das nackte Überleben“, zeigt schon dass Frau Karin Burger sehr neben einer Lebensrealität daher lebt, bzw. bisher gelebt hatte (siehe Aufgabe des Pseudoblogs Doggennetz.de).

So schreibt sie weite sie sei Linguistin M.A. und Dozentin an diversen Volkshochschulen und verdiene 12 € pro Unterrichtseinheit. Weiterhin verdiene sie bei einem LRS Privat Institut nur 11,25 €, was im September 2008 auf 11,50 € angehoben wurde.

In dem Zusammenhang, dass sie den Betreiber von Doggennetz.info eine LRS Schwäche aus über 11.000 km, ohne ein privates Gespräch andichten wollte und Ihren Verdienst zeigt wohl ihre tatsächliche Qualifikation in diesem Bereich.

Weiterhin sei Angemerkt, dass wer durch seine selbständige Tätigkeit nicht einmal in der Lage ist eine Krankenkasse zu bezahlen, macht glaube ich etwas Falsch. Wer soziale Absicherung möchte sollte sich nicht Selbständig machen und lieber auf dem Arbeitsmarkt sich umschauen.

So schrieb Frau Karin Burger tatsächlich sie lebe seit Jahren mit Ihrer Dozenten- und Pädagogen-Tätigkeit unter der Armutsgrenze und bewege sich im Übergangsbereich zur wohnlichen und persönlichen Verwahrlosung.

Oh man, welche Qualen mussten die Doggen bei dieser Frau erleiden.

Selbst eine Brille die sie für Ihre Sehschwäche benötige konnte sich unser geliebtes Fräulein Karin Burger über 5 Jahre hinweg nicht leisten.

Fakt ist wenn ein Sozialgestell nicht ausreicht, dann muss man eben selbst in die Tasche greifen. Ansonsten hatte man auch als Selbständiger die Möglichkeit Aufstockungen durch das Arbeitsamt zu beantragen. In diesem Fall würde selbst eine Krankenkasse finanziert und somit die notwendige Sehhilfe im Rahmen eines Sozialgestells gestellt worden.

Man kann sich seinen Teil denken über den Abschnitt seit 3 Jahren leerte Gastank und Brille die nur durch Pattex und Tesa gehalten wird.

Fakt ist, wenn man merkt dass die Selbständigkeit nichts bringt, sollte man diese einfach beerdigen und den Weg zum Amt wählen.

Wer Aufträge annimmt obwohl er weiß, dass er damit gar nicht überleben kann macht glaube ich etwas falsch.

Ich selbst habe auch in der Ostdeutschen Provinz als selbständiger Dozent für ein Privates Unternehmen gearbeitet. Dieses hat Umschulmaßnahmen für das Arbeitsamt durchgeführt. Für die Umschulung im Bereich Telemedizinischer Assistent, habe ich meine Dozenten Leistung im Bereich Webseitenerstellung und Wartung, und IT Kommunikation geleitet. Ich bekam im Jahr 2005 – 2007, 45 € pro Unterrichtsstunde, zzgl. Aufwandsentschädigung für Lehrmaterial und An- und Abreise.

Fakt ist, dass dieses schon weit unter der üblichen Dozenten-Entlohnung liegt. Ich bin kein Professor oder Doktor und hatte die Stelle auch nur auf Anfrage übernommen, da ich im selben Bürokomplex mein Kundenbüro für meine Internet und WLAN Dienstleistungen hatte.

Für 11,50 € würde ich persönlich als selbständiger keine Dozenten Stelle annehmen, es sei denn es wäre eine Ausnahme und ich würde dabei auch mich persönlich weiterbilden können.

11,50 € könnte man als Zweitjob akzeptieren, oder wenn man noch ein zweites Einkommen des Partners hat von dem man mit leben könnte.

Das sich hier unser geliebtes Fräulein Karin Burger auf über 5 Jahre eingelassen hat, zeugt von Ihrem Verhandlungsgeschick und ihrem existenziellen Leichtsinn!

Der letzte Absatz zum Thema ihres Buches, da brauchen wir glaube ich nicht weiter einzugehen. Wer die den stupiden Schreibstil wie auf Doggennetz.de kennt, der weiß warum sich Bücher von Frau Karin Burger nicht verkaufen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.